Dienstag, 11. Oktober 2011

Darf ich mich heute einfach mal schön finden?

Eigentlich wollte ich heute über ein ganz anderes Thema schreiben. Aber wie das manchmal so ist, wollten die Gedanken in meinem Kopf nicht so recht ihren Weg auf dem Computerbildschirm finden. Dann bin ich auf einen Blogbeitrag „Bin ich hässlich oder was“ von drüberleben gestoßen, der mich nicht loslassen wollte.

Tag ein Tag aus verbingen wir ungemein viel Zeit damit unzufrieden zu sein. Wir haben eine zu große Nase, zu viele Falten um die Augen, einen zu dicken Bauch, die falsche Haarfarbe, eine Glatze oder krumme Beine. Wie sollen wir so den Mann oder auch die Frau fürs Leben finden? Wie können wir mit all den anderen gutaussehenden Mensch dort draußen mithalten?

Überraschung! Auch sie finden sich meist nicht perfekt. Zweifeln an ihren Problemzonen. Ich habe in meinem Leben noch keinen Menschen kennengelernt, der mit seinem Aussehen zufrieden war. Ihr vielleicht? Auch sie stehen viele Stunden vor dem Spiegel,verbringen ihren Feierabend im Fitnessstudio oder sparen heimlich auf eine Brust OP. Und auch sie wünschen sich nichts mehr als endlich einen Partner zu finden oder von ihrem nicht verlassen zu werden.

Vor Kurzem bin ich über den Blog einer jungen Frau gestolpert, die an Magersucht leidet. Doch anstatt über ihren Weg der Genesung zu berichten sang sie jeden Tag erneut ein Loblied auf ihren Verzicht und den Abnehmwahn. Und warum? Wegen einem Mann! Frei nach dem Motto: Pfunde weg, Liebe kommt.

Und ein makelloses Aussehen soll unsere Probleme lösen können? Soll unser Leben endlich mit Glück und Freude erfüllen? Nein! Dafür sind wir selbst zuständig! Wir müssen lernen uns mit unseren Fehlern und dem Unperfektsein zu arrangieren. Warum dürfen wir uns nicht auch einfach mal schön finden? Ohne diese Zweifel, die gleich wieder in den nächsten Sekunde auf uns lauern. Dürfen wir nicht auch einmal glücklich sein? Den Augenblick genießen, indem wir sowieso gerade nichts an uns ändern können. Wer glücklich ist strahlt dies auch aus. Und wer achtet dann noch auf die paar kleinen Fehler? Keiner!

Sonntag, 9. Oktober 2011

Immer wieder sonntags

Sonntag. Unter Singles oftmals auch bekannt als Tag des bösen Erwachens. Freunde haben keine Zeit, verbringen einen gemütlichen Tag mit ihrem Partner. Und dann liegt die letzte Nacht noch schwerverdaulich im Magen. Wieder war keiner interessant genug. Niemand kennengelernt. Kein tauglicher Partner in Sicht. Das Gefühl der Einsamkeit und eine Ernüchterung nach der Freude aufs Wochenende macht sich breit.

Im Kopf brüten unendlich viele Fragen vor sich hin. Suchen sich Raum, einen kleinen Riss im Selbstbewusstsein um an die Oberfläche zu drängen. Wieso hat es wieder nicht geklappt? Warum hat mich niemand angesprochen? Oder wieso sind es immer nur die Falschen? Der oder die Eine waren doch ganz süß? Was habe ich falsch gemacht? Sah ich zu verzweifelt aus? Bin ich nicht hübsch genug? Vor allem Frauen schieben das gerne auf ein paar überschüssige Pfunde. Wild kreisen Fragen und Zweifel durch den Kopf.

Was lässt sich mit einem solchen Tag anfangen? Grübeln? Einsam auf der Couch liegen? Oder doch lieber aktiv werden? Vielleicht bei einer Dating-Seite anmelden? Allein einen Kaffee trinken gehen? Oder findet sich doch noch irgendwo ein Bekannter, der heute etwas unternehmen möchte? Schlussendlich bleibt nur die Hoffnung auf die Zukunft. Vielleicht das nächste Wochenende. Oder auf mehr Glück mit der Kontaktanzeige. Und wenn es wieder nicht klappt? Was dann?

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Lovesong: Verschwindet die Liebe jemals so ganz?

I heard that you're settled down
that you found a girl
and you're married now.
I heard that your dreams came true
I guess she gave you things
I didn't give to you


Never mind, I'll find someone like you

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Zu viele Nieten und kein Volltreffer

Für mich war eines immer klar. Wenn wir unseren Traumpartner suchen, den Menschen mit dem wir unser Leben verbringen wollen, dann war das für mich auch immer die Suche nach einem Seelenpartner. Ein Mensch, der unseren Lebenstraum teilt. Egal ob wir uns eine Familie wünschen mit Kindern oder uns doch eher auf die Karriere konzentrieren wollen. Jemand der uns versteht, unsere Interessen und auch Wünsche und Träume. Ähnlichkeit und Verständnis, glaubte ich, seien das beste Rezept für eine glückliche Beziehung.

Bei mir war es meist der ähnliche Musikgeschmack, gemeinsame Lieblingsautoren oder eine sich ergänzende Weltanschauung, die Interesse an einem Menschen weckten und die Schmetterlinge in meinem Bauch in Bewegung versetzten. Klar, ich kann wohl auch nicht abstreiten, dass der optische Eindruck nicht unwichtig war. Aber auch hier ging es vielmehr darum, dass bereits Kleidung und Auftreten, die einen gemeinsamen Background suggerierten meist mein Interesse auf eine Person gelenkt wurde. Haarfarbe, Figur oder Größe ... waren Nebensache.

So weit so klar, dachte ich mir. Bis ich in den vergangenen Tagen immer wieder einen Satz hörte: "Eigentlich wäre er ja der perfekte Typ für mich, aber ... ". Überall stolperte ich plötzlich über diese Worte. Im Fernsehen, auf Partys und beim Gespräch mit Freunden. Der eine war zu langweilig, die andere hatte nicht genug Sexappeal, der nächste zu jung (und wir sprechen hier von einem Altersunterschied von 2 Jahren). Dabei passten diese Menschen eigentlich perfekt zueinander. Gleiche Interessen, Hoffnungen, Träume und sogar in der Vergangenheit hatten sie ähnliches erlebt. Trotzdem wurden sie zurückgewiesen. Weil sie einfach doch nicht perfekt genug waren.

Und jetzt frage ich, waren dort wirklich keine Gefühle im Spiel? Oder haben wir uns vielleicht so in ein bestimmtes Bild unserer Traumpartner verrannt, dass wir alles abseits des Weges kategorisch ablehnen? Haben wir Angst uns an den falschen Menschen zu binden und einen besseren zu verpassen? Und machen kleine Fehler einen Menschen nicht erst liebenswert? Wollen wir ab einem gewissen Alter vielleicht keine Kompromisse mehr eingehen mit unseren Vorstellungen, da uns ja nicht mehr viel Zeit bleibt um das Perfekte zu finden? Oder erwarten wir zu viel der Liebe? Muss es immer die Hollywoodtaugliche "Liebe auf den ersten Blick" sein? Oder geben wir den Gefühlen noch eine Chance sich zu entwickeln? Eben nicht auf Grund von Äußerlichkeiten, sondern emotionaler Nähe?

Wann ist perfekt eben perfekt genug?

Mittwoch, 7. September 2011

Träume

Wovon träumen wir? Was wünschen wir uns? Wonach sehnen wir uns? Liebe? Eine Partnerschaft? Sicherheit? Geborgenheit? Eine Familie? Kinder? Das Ende der Einsamkeit?

Und was geschieht, wenn sie unsere Wünsche und Träume erfüllen? Sind wir dann glücklich? Reicht uns das? Können wir dann aufhören uns nach etwas zu sehnen? Oder bleiben wir auch dann von einer Ruhelosigkeit erfüllt? Fangen wir an zu zweifeln? Glauben vielleicht irgendwo da draußen noch einen besseren Partner zu finden? Trauern wir anderen Wünschen hinterher, die in Kompromissen und dem gemeinsamen Alltag unterzugehen zu drohen? Und kann eine Beziehung dies überleben? Können wir uns überhaupt mit etwas zufrieden geben?

Gerade nach einer langen Zeit allein fällt es uns immer wieder schwer uns auf die Nähe eines Partners einzustellen. Ist es also vielleicht erst die Gewohnheit die wir überwinden müssen? Aber auch ein schneller Übergang von einer Beziehung in eine andere bringt Gefahren mit sich. Es bleibt keine Zeit zum Loslassen.

Sollten wir dann vielleicht besser aufhören zu träumen? Uns auf die Realität konzentrieren? Und genießen was wir bereits haben? Oder können wir trotz unserer Träume hier und heute glücklich sein?

Freitag, 5. August 2011

Wie exklusiv ist die Liebe?

Liebe, das bedeutet doch auch einander treu sein, oder? Keine Affären, keine One-Night-Stands und sich nicht in einen anderen Menschen zu verlieben. Wir wollen unseren Partner exklusiv für uns. Diese besonders Nähe, die uns verbindet, soll niemand stören. Zweisamkeit, das wünschen sich die meisten Menschen in ihrer Beziehung.

Wie steht es dann aber um die offene Beziehung oder Polyamorie? Kann es Liebe sein, wenn auch noch andere Partner im Spiel sind? Und leidet nicht immer jemand unter eine solchen Situation? Und können wir wirklich mehrere Menschen gleichzeitig lieben? Ist das nicht egoistisch? Selbstverliebt? Nur gut fürs eigene Ego? Oder können wir so wirklich glücklich werden? Wie steht es mit der Eifersucht? Und der Intimität in einer Beziehung? Können wir uns einander öffnen, wenn unser Partner noch einen anderen Menschen liebt?

Vielleicht ist es ja an der Zeit unsere Liebesvorstellungen zu überdenken. Zeigen uns die Scheidungszahlen nicht, dass unser Beziehungsideal gescheitert ist? Können wir so die Furcht überwinden verletzt oder heimlich betrogen zu werden? Könnten wir so glücklich werden? In einer Beziehung mit mehreren Menschen? Sind wir bereit unseren Partner zu teilen?

Die ZDF Reportage 37° geht dieser Frage auf den Grund. Wie steht es um die Polyamorie? Ist sie die Zukunft der Liebe?

Mittwoch, 13. Juli 2011

Was erwarten wir von der Liebe?

Wir haben Hoffnungen und Träume. Wünsche und Sehnsüchte. Wir sind noch auf der Suche oder glauben uns am Ziel. Aber was erwarten wir eigentlich von der Liebe?

Ist es Sicherheit? Die Gewissheit einen Partner an der Seite zu haben, der uns auch in schwierigen Situationen zur Seite steht? Unsere Probleme im Alttag mit einem anderen Menschen teilen zu können? Finanzieller Absicherung? Nicht mehr einsam sein zu müssen? Immer jemand an der Seite zu haben, auf den wir stolz sind und mit dem wir uns gerne umgeben?
Oder das Gefühl geliebt zu werden? Jemand der an uns glaubt, auch wenn wir ins Zweifeln geraten?
Wie steht es mit Leidenschaft? Verliebtsein, Schmetterlinge im Bauch? Sehnsucht?
Suchen wir Verständnis? Einen Menschen, der uns auch ohne Worte versteht. Unsere Hoffnungen und Interessen teilt? 

Wir alle haben Erwartungen an die Liebe, eine bestimmte Vorstellung. Aber was wünschen wir uns wirklich? Welche Bedrüfnisse soll die Liebe befriedigen?